Erklärung der Plakatinhalte

Wir wollen Menschen, die Vorurteile gegen Geflüchtete hegen, überzeugen. Um das schaffen, muss man klar machen, dass nicht Geflüchtete Schuld an der ungerechten Verteilung des Wohlstands sind. Mit unseren Plakatinhalten wollen wir genau dies erreichen, indem wir unter anderem auf die positiven wirtschaftlichen Aspekte von Migration hinweisen.

Durch die marktliberalen Veränderungen, denen westliche Staaten seit den 80er Jahren ausgesetzt sind, hat eine enorme Verschiebung des Wohlstandes in der Gesellschaft stattgefunden. Viele Menschen in Deutschland fragen sich zu Recht, wann sie endlich ihren Anteil am wirtschaftlichen Erfolg des Landes erhalten. Den hieraus erstehenden Unmut nutzen Rhetoriker*innen am rechten Rand des politischen Spektrums aus und projizieren ihn auf Geflüchtete. Dies hat dazu geführt, dass Geflüchtete mit vielen wirtschaftlichen Vorurteilen zu kämpfen haben und beschuldigt werden, unseren Sozialstaat „auszubeuten“, Deutschen die „Arbeitsplätze wegzunehmen“ oder schlicht und einfach „zu teuer“ wären und „alles umsonst“ bekämen, wohingegen die ansässige Bevölkerung hart arbeiten müsse und dennoch nur knapp über die Runden komme.

Uns ist bewusst, dass wir uns mit den Plakatinhalten ein Stück weit auf die Argumentation der Menschen einlassen, die wir ansprechen wollen. Wir „framen“ Geflüchtete in einem wirtschaftlichen Kontext und sehen ein, dass dieser Ansatz Probleme mit sich bringt.

Wir sind der festen Überzeugung, dass die Aufnahme von Menschen, die vor Krieg und Armut fliehen, eine moralische Pflicht ist.