Idee

Am 24. September ist Bundestagswahl. Mit Erschrecken haben wir in den vergangenen zwei Jahren erleben müssen, wie rechtsextreme Parteien immer größeren Anklang bei den Wählerinnen und Wählern fanden. Mit fremdenfeindlichen Äußerungen und teilweise offen zur Schau getragenem Rassismus haben es solche Parteien mit ihren Unterstützer*innen geschafft, den öffentlichen Diskurs deutlich zu beeinflussen. Eine Studienreihe der Universität Leipzig, die seit 2002 das rechtsextreme Potenzial in der Gesellschaft ermittelt, kommt so zu besorgniserregenden Ergebnissen:

Ein Drittel der Deutschen findet, dass das Land „durch die vielen Ausländer in einem gefährlichen Maß überfremdet“ sei und dass Ausländer nur nach Deutschland kämen um den Sozialstaat auszubeuten. 

Der mit diesen Aussagen einhergehende Rechtsruck in der Debatte um Migration und Geflüchtete verändert nicht nur die Art und Weise wie Menschen denken, sondern auch wie sie handeln. Allein im letzten Jahr gab es fast 1000 Anschläge auf Flüchtlingsheime.

Es ist verständlich, dass viele Menschen unzufrieden mit ihrer derzeitigen sozialen und ökonomischen Lage. sind Die Reallöhne sind in der letzten 25 Jahren kaum gestiegen und die ärmsten 40% der Beschäftigten verdienen heute weniger als Mitte der 90er Jahre. Unsere Gesellschaft wird immer ungleicher und immer mehr Menschen müssen in prekären Beschäftigungsverhältnissen arbeiten.

Es scheint, als ob viele von diesen Missständen betroffene Menschen angestachelt durch rechte Rhetorik und Fake News ihren Unmut auf Geflüchtete projizieren. Diese dienen als Sündenbock und haben als schwächster Teil der Gesellschaft wenig Möglichkeit, sich gegen die Anschuldigungen zu wehren. Dies führt zu rechter Gewalt und Ausgrenzung, gefährdet die Menschenrechte sowie unsere demokratischen Grundwerte.

Gegen diesen rechts-konservativen Diskurs und die Stigmatisierung von Geflüchteten als wirtschaftliche Sündenböcke wollen wir uns wehren und mit der Vermittlung von einfach verständlichen Informationen die Menschen davon abbringen, am 24. September rechts zu wählen.